{"id":440,"date":"2018-10-24T18:39:48","date_gmt":"2018-10-24T16:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cerxis.de\/hp\/?page_id=440"},"modified":"2018-10-24T18:39:48","modified_gmt":"2018-10-24T16:39:48","slug":"exavir-tanos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.cerxis.de\/hp\/?page_id=440","title":{"rendered":"Exavir Tanos"},"content":{"rendered":"<p><b>Exavir Tanos<\/b><\/p>\n<p>Exavir war noch zu jung um zu verstehen in welchen Umst\u00e4nden er sich befand. Er hielt sich am Mantel seines Vaters fest und sp\u00fcrte die kalten H\u00e4nde der Mutter auf seinen Schultern ruhen. Ein Mann neben ihm wies ihn an auf den Boden zu schauen und den Wachen nicht in die Augen zu sehen. Exavir kannte den alten Herren fl\u00fcchtig. Sein Gesicht war rau und der junge Althoianer den Anweisungen des Mannes lauschte fielen ihm die Krater in der Haut des Mannes auf, die durch eine lange rosa schimmernde Furche unterbrochen wurden. Exavir verlor beinahe einen seiner schwarzen Stiefel, die sich im nassen Matsch des Weges eingegraben hatten. Die Gruppe um Exavir herum setzte sich wieder in Bewegung unter dem Bellen der M\u00e4nner die an der Seite des Weges standen und f\u00fcr Exavir alle so gleich aussahen das er l\u00e4cheln musste. Nicht weil sie alle die gleichen gr\u00fcnen Hosen und Jacken trugen, sondern weil ihre Gesichter beim Schreien einen herrlichen roten Ton einnahmen, sodass sie aussahen wie eine Ampel. Er hatte nicht verstanden warum er sein Bild nicht weitermalen durfte aber seine Eltern bestanden darauf so schnell wie m\u00f6glich zu Oma und Opa zu fahren. Als sie aus der Haust\u00fcr ihres Complexes traten, standen aber schon die Ampelm\u00e4nner auf der Stra\u00dfe und schickten uns die Stra\u00dfe entlang.<br \/>\nDie Gruppe kam wieder zu stehen und vor ihnen gab es eine rege Unruhe. Die Ampeln schrien lauter und fuchtelten mit ihren St\u00f6cken und Bohrern umher. Exavir bemerkte einen der M\u00e4nner die anders waren, er schaute sie ruhig von einem h\u00f6her gelegenen Balkon an. Der Regen tr\u00f6pfelte auf die Platten an seinen Schultern und seine Augen trafen auf die des Jungen. Exavir war es als ob irgendwer ihn ansprach und wandte sich um, aber weder seine Mutter noch die anderen um ihn herum w\u00fcrdigten ihn eines Blickes. Als er sich wieder umwenden wollte blickte ihn eine der Ampeln an und ergriff ihn so gleich. Exavirs Eltern hielten ihn fest, doch weitere Ampeln kamen herbei und ergriffen ihre Arme. Als sein Vater einen der Ampeln von sich stie\u00df war Exavir so als w\u00fcrde sich sein Vater erschrecken, er starrte ihn mit gro\u00dfen Augen an und der kleine Althoianer fand den Zaubertrick seines Vaters faszinierend, als sich das Hemd rot f\u00e4rbte w\u00e4hrend er auf die Knie ging. Seine Mutter rannte nach vorne und wurde von den Ampeln und ihren St\u00f6cken zur\u00fcckgeschlagen. Sie fiel in den Matsch und Exavir sah ihre erstarrten Augen auf ihn weilen, w\u00e4hrend der Matsch ihr Gesicht braun f\u00e4rbte. Exavir f\u00fchlte eine Wut in ihm, er krallte sich in die Schultern seines Tr\u00e4gers und fing an zu schreien. Der Griff der Ampel umfasste ihn st\u00e4rker und versuchte die wilden Schl\u00e4ge des Jungen zu b\u00e4ndigen. Exavir br\u00fcllte und schlug auf den Helm der Ampel ein. Pl\u00f6tzlich l\u00f6ste sich der Griff um ihn und Exavir fiel zu Boden. Die Ampel hielt sich den Kopf und versuchte den Helm von diesem zu rei\u00dfen, w\u00e4hrend rote Fl\u00fcssigkeit aus den Augen und Ohren lief. Der Helm beulte ein und lie\u00df die Ampel zuckend zu Boden gehen. Exavirs Blick wendete sich von seinem ehemaligen Tr\u00e4ger ab und wandte sich seinen Eltern zu, die beide regungslos im Matsch lagen. Die Augen aller anderen Althoinaner und der Ampeln ruhten regungslos auf den kleinen Jungen. Als die Ampeln die St\u00f6cke auf den Jungen richteten griff der alte Mann einen der Ampeln und rang um den Stock. Ein lauter Knall erschrak Exavir und der Kampf war vorr\u00fcber \u2013 der Mann ging zu Boden. Die Wut in Exavir blieb ihm im Hals stecken und er hatte das Gef\u00fchl seine Augen gl\u00fchten bei dem Anblick dieser Dinge die er noch nicht einmal richtig verstand. Er zerriss die Ampel wie eines seiner vielen Bilder, obwohl noch immer gute f\u00fcnf Meter zwischen den beiden waren und Exavir sich kein St\u00fcck von seiner Stelle bewegte. Er h\u00f6rte wieder einen Knall und wurde zu Boden geworfen. Sein Gesicht schmerzte und er hatte das Gef\u00fchl sich verschluckt zu haben. Er drehte sich auf den R\u00fccken und sah eine Ampel die mit hoher Geschwindigkeit einen Stock auf sein Gesicht absenkte. Kurz vor seiner Nase blieb der schwarze Bogen abrupt stehen und die Ampel schleuderte es ruckartig gegen die Br\u00fcstung des Balkons auf dem immer noch der ruhige Mann stand. Exavir hatte das Gef\u00fchl seine Stimme zu h\u00f6ren bevor Dunkelheit seinen Geist umfing.<\/p>\n<p>[to be continued]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-441 size-full\" src=\"https:\/\/www.cerxis.de\/hp\/wp-content\/uploads\/exavir.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.cerxis.de\/hp\/wp-content\/uploads\/exavir.jpg 900w, https:\/\/www.cerxis.de\/hp\/wp-content\/uploads\/exavir-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.cerxis.de\/hp\/wp-content\/uploads\/exavir-768x328.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exavir Tanos Exavir war noch zu jung um zu verstehen in welchen Umst\u00e4nden er sich befand. Er hielt sich am Mantel seines Vaters fest und sp\u00fcrte die kalten H\u00e4nde der Mutter auf seinen Schultern ruhen. Ein Mann neben ihm wies ihn an auf den Boden zu schauen und den Wachen nicht in die Augen zu sehen. 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